10. Schulsanitag der Malteser auf Freudenhain

Tradition: Auch beim zehnten Schulsanitag auf Freudenhain durfte ein Gruppenfoto nicht fehlen.
Tradition: Auch beim zehnten Schulsanitag auf Freudenhain durfte ein Gruppenfoto nicht fehlen. Foto: Friedsam
Viel Lob vom stellvertretenden Diözesangeschäftsführer Werner Kloiber (v.l.), Diözesanjugendreferentin und Hauptorganisatorin Anna Hoffmann, Schulsanitätsdienst-Verantwortlichen in Freudenhain Josef Duschl, Schulleiterin Studiendirektorin Heidi Dominik sowie vom Diözesanseelsorger und Diözesanjugendseelsorger Johannes B. Trum gab es bei der Begrüßung im Festsaal für das Engagement der Schulsanis.
Viel Lob vom stellvertretenden Diözesangeschäftsführer Werner Kloiber (v.l.), Diözesanjugendreferentin und Hauptorganisatorin Anna Hoffmann, Schulsanitätsdienst-Verantwortlichen in Freudenhain Josef Duschl, Schulleiterin Studiendirektorin Heidi Dominik sowie vom Diözesanseelsorger und Diözesanjugendseelsorger Johannes B. Trum gab es bei der Begrüßung im Festsaal für das Engagement der Schulsanis. Foto: Friedsam
An der Bobbycar-Station ging es um Teamgeist, Zusammenhalt und gegenseitige Absprachen.
An der Bobbycar-Station ging es um Teamgeist, Zusammenhalt und gegenseitige Absprachen. Foto: Friedsam
Schulsanitäterinnen des Gymnasiums Freyung versorgen eine Patientin, die einen allergischen Schock erlitten hat.
Schulsanitäterinnen des Gymnasiums Freyung versorgen eine Patientin, die einen allergischen Schock erlitten hat. Fotos: Friedsam

Passau. Bereits zum 12. Mal fand am vergangenen Freitag der Schulsanitag der Malteser statt, zum 10. Mal am Auersperg-Gymnasium Passau-Freudenhain. Dieses kleine Jubiläum wurde bei der Gelegenheit natürlich auch begangen. So gab es erstmals beim Schulsanitag Waffeln frisch aus dem Malteser-Waffeleisen, gebacken von der Jugendgruppe Freudenhain. Organisiert hat die Veranstaltung federführend die Diözesanjugendreferentin Anna Hoffmann.

75 Schulsanitäter und Schulsanitäterinnen, neun Lehrerinnen und Lehrer, dazu 30 Malteser in verschiedensten Funktionen und noch einmal 28 Darstellerinnen und Darsteller aus den Klassen 6 b und 8 a aus Freudenhain waren an dem Vormittag auf den Beinen. Alle Verletztendarsteller schminkte die Diözesanjugendsprecherin und stellvertretende Leiterin der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) Julia Eichberger. Für die Schulsanis galt es, an verschiedenen Stationen ihr Können und Wissen unter Beweis zu stellen. Der Spaß kam dabei aber natürlich auch nicht zu kurz.

Bei der Begrüßung im Festsaal gab es von allen Seiten viel Lob für die jungen Leute, die sich im Schulsanitätsdienst engagieren. Schulleiterin und Studiendirektorin Heidi Dominik erklärte: „Ich freue mich sehr, Sie und Euch alle zu diesem ganz besonderen Anlass zu begrüßen. Alle, die hier im Raum sind, leisten viel für die Schulen. Wir haben den Schulsanitätsdienst in den letzten Wochen sehr oft gebraucht. Danke an alle Schulsanis, dass Ihr so viel Herz für Eure Mitmenschen zeigt.“

„Es freut mich sehr, dass wir zum zehnten Mal hier sein dürfen“, erklärte der stellvertretende Diözesangeschäftsführer Werner Kloiber. „Ohne Josef Duschl wären wir mit Sicherheit nicht da.“ Josef Duschl ist am Gymnasium für den Schulsanitätsdienst verantwortlich und engagiert sich hier in außerordentlicher Weise. „Der Schulsanitätsdienst ist wichtig und wird an den Schulen immer mehr gebraucht“, so Werner Kloiber weiter. Er berichtete auch, dass ehemalige Schulsanis bei den Maltesern ihren Bundesfreiwilligendienst abgeleistet haben und nun Medizin studieren.

In seinem geistlichen Impuls ging Diözesanseelsorger und Diözesanjugendseelsorger Johannes B. Trum zunächst auf den Schulsanitätsdienst-Rucksack ein: „Da ist alles drin, was Ihr heute braucht: Pflaster, Verbände und vieles mehr. Doch das wertvollste Werkzeug fehlt. Das sind Eure Augen und Eure Hände. Das findet man in keinem Koffer der Welt. Es braucht Menschen, die nicht wegschauen, wenn jemand am Boden liegt.“ Viele würden dann nicht helfen, sondern fotografieren und die Bilder sogar ins Netz stellen. „Ihr seid das Gegenteil von Gaffern“, betonte der Geistliche.

Dann ging er auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter ein. „Als Schulsanitäter tut Ihr genau das, was der Samariter getan hat“, erklärte er. „Dein Dasein gibt Sicherheit und schenkt Trost. Wenn ich Gutes tue, habe ich einen Helfer an meiner Seite: Gott.“

Lob gab es auch von Josef Duschl: „Das Allerwichtigste seid Ihr, weil Ihr Euch immer engagiert.“ Er begrüßte vier ehemalige Schulsanis aus Freudenhain, die nun unter anderem im Rettungsdienst tätig sind, und lobte die „sehr fruchtbare Zusammenarbeit“ mit den Maltesern.

„Vor zehn Jahren bin ich hier an der gleichen Stelle gesessen wie Ihr. Ich freue mich, dass so viele gekommen sind“, erklärte Anna Hoffmann, bevor sie mit einem „Riesendank“ eine Flasche Malteserwein an Josef Duschl und einen Blumenstrauß an Heidi Dominik übergab.

Dann ging es für die zwölf Gruppen Schulsanis los. Es gab dabei drei Kreisläufe mit identischen Stationen. Es galt, eine Patientin mit einem allergischen Schock und ihre aufgeregte Freundin zu versorgen sowie eine Wunde am Kopf und es gab eine Reanimations-Station.

Im Anschluss wurde mit den Schiedsrichtern besprochen, was gut gelaufen ist und wo es noch Nachbesserungsbedarf gibt. So sammelten die Schulsanis bei den Hilfeleistungen nicht nur Erfahrungen für ihre Aufgaben, sondern bekamen noch wertvolle Tipps für die Zukunft. Das Lob für die guten Leistungen überwog dabei bei weitem. „Das habt Ihr echt super gemacht. Ihr seid sehr schnell gewesen und habt die Verletzte gut betreut. Bei einem echten Notfall hättet Ihr der Patientin das Leben gerettet.“ Diese und ähnliche Rückmelden der Schiedsrichter gab es, in diesem Fall an die Schulsanis vom Gymnasium Freyung.

Die begleitenden Lehrkräfte konnten stolz auf ihre Schülerinnen und Schüler sein. Wie etwa Michael Behringer vom Gymnasium Freyung. „Perfekt. Super. Ihr hattet zwei Patienten und habt Euch sehr gut aufgeteilt“, lobte er. Die Verletztendarsteller spielten ihre Rollen ebenfalls hervorragend.

Alle Gruppen kamen auch zur Station „Bobbycar-Rennen.“ Hier ging es nicht um Zeit, sondern mit den Bobbycars durch einen Parcours mit Pausen. Fragen zur Ersten Hilfe galt es hier für die Schulsanis zu beantworten. „Teamgeist, Zusammenhalt und gegenseitige Absprachen sind bei uns ganz wichtig“, erklärt Susanne Kiefel, die an der Station als Schiedsrichterin fungierte.

Das Fazit von Anna Hoffmann: „Ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen. Es hat allen viel Spaß gemacht. Ich finde es schön, wie sich die Schulsanis schon in so jungen Jahren sozial engagieren.“ Ein besonderes Highlight habe es gegeben, das heuer ganz neu war: „Die Malteser Waffeln.“

Folgende Schulen waren dabei:
Jugendgruppe des Auersperg-Gymnasiums Passau-Freudenhain
Dreiflüsse-Realschule Passau
Gisela-Schulen Passau-Niedernburg
Maria Ward Realschule Neuhaus am Inn
Gymnasium Freyung
Probst-Seyberer-Mittelschule Grafenau
Johannes-Gutenberg-Gymnasium Waldkirchen
St.-Gotthard-Gymnasium Niederalteich